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Freitag, 15. Mai 2015

Bananencrepes mit Kokosjoghurt

Der Mai ist gekommen - und mit ihm die idealen Bedingungen für ein Picknick im Grünen.
Dafür habe ich diese Bananen"pfannkuchen" mit cremiger Joghurtfüllung und Waldbeeren kreiert. Die Waldbeeren sind leider noch nicht erntereif, also habe ich tiefgekühlte aus dem Bioladen genommen. Leider ist die Früchtesaison in Mitteleuropa viel zu kurz!

Zum Glück haben wir heutzutage die Möglichkeit, das ganze Jahr über in den Genuss von Waldbeeren zu kommen. Sie sind nicht so überzüchtet wie die meisten Apfel- und Orangensorten, außerdem haben sie einen sehr hohen Antioxidantienwert. Das heißt, sie schützen unsere Zellen vor Oxidation, die von Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Rauch, Stress und zu viel Sport angetrieben wird.

Den Kokosjoghurt mache ich aus dem Fleisch frischer Trinkkokosnüsse, die es neuerdings von Dr. Goerg in Bioqualität gibt. Früher gab es ja nur die schneeweißen, mit Pestiziden behandelten Teile aus dem Asiamarkt. Dass die von Dr. Goerg nicht in Gift getaucht wurden, erkennt man schon daran, dass die anfangs weiße, faserige Außenschicht nach wenigen Tagen cremeweiß und dann bräunlich wird. Das ist ganz normal, so wie aufgeschnittene Äpfel braun werden. Die Konventionellen dagegen schauen wochenlang  immer gleich aus. Gruselig...

Als Füllung eignen sich auch die frischen Blätter sehr gut, die jetzt überall in Gärten und Parks herorsprießen. Direkt auf dem Wiesenboden vor dem Haus habe ich z.B. Ehrenpreis, Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Taubnessel und Brennnessel gefunden, aber auch die Baumblätter von Linde, Haselnuss und Ahorn schmecken sehr lecker, wenn man sie kleinschneidet und mit Früchten mischt.

Das Rezept besteht also aus zwei Teilen: Der "Pfannkuchen" muss am Vortag getrocknet, der Kokosjoghurt fermentiert werden.



Joghurt aus frischen, jungen Kokosnüssen


für ca. 500-750 ml

  • 2 junge Kokosnüsse (Dr. Goerg), ausgetrunken ;)
  • Joghurtkulturen (z.B. von "My Yo") für 1/2 l 
  • Wasser nach Bedarf
  1. Nach dem Austrinken des köstlichen Kokoswassers eine Öffnung oben in die Kokosnuss hacken, die groß genug ist, mit einem stabilen Löffel das Fleisch herauszuhebeln. Dafür gibt es auf YouTube genug Anleitungen. Damit auch genug Joghurt entstehen kann, eignen sich die Exemplare mit einem bereits ziemlich dicken und festen Fruchtfleisch gut, weniger die mit dem zarten, geleeartigen.
  2. Ausgelöstes Kokosfleisch mit Joghurtkulturen und etwas Wasser im Hochleistungsmixer pürieren. Dabei könnt ihr so viel Wasser dazugeben, bis euch die Konsistenz des Joghurts gefällt. Durch die Fermentation wird die Masse aber noch etwas dickflüssiger. Das Glas dürft ihr nicht ganz voll machen, denn durch die Fermentation bilden sich Gase und das Volumen im Glas wird größer. Achtung: Damit die Fermentationskulturen überleben, darf die Temperatur 45° C nicht überschreiten! Am besten messt ihr die Temperatur mit einem Küchenthermometer direkt im Mixer und mixt so lange, bis ca. 40° C erreicht sind. Danach schüttet ihr die Creme in ein Schraubglas und lasst sie ca. 12-16 Stunden reifen. Jä länger, desto sauerer. Allerdings ist es wichtig, dass die Temperatur während des Fermentationsvorganges bei ca. 35-42°C bleibt. Entweder füllt ihr das Joghurt dafür in einen Isolierbehälter, in eine Thermoskanne oder in einen speziellen Joghurtbereiter oder ihr stellt das Glas so lange in ein Dörrgerät. Erfinderische Sparfüchse verwenden auch die Heizung oder gut isolierende Decken, um das Joghurt warm zu halten.
  3. Nach dem Fermentieren kann man das Joghurt entweder sofort essen oder in den Kühlschrank stellen, wo es noch fester wird.
  4. Im Kühlschrank ist das Joghurt ca. 2 Wochen lang haltbar. Allerdings sollte man nach spätestens 3 Tagen einen Teil davon abschöpfen, um es als Starter für neues Joghurt zu verwenden. Bis zu 4 Mal kann man die Kulturen, die ich verwende (My.Yo) überimpfen, wobei drei gehäufte Esslöffel für 1 L reichen.

Bananencrepes

für ca. 4 Crepes
  • 2 Bananen, möglichst vollreif mit braunen Pünktchen
  • evtl. eine Prise Vanille und Zimt oder andere Superfoods wie Maca, Shatavari, Kakao...
  1. Die Bananen mit den Gewürzen im Mixer pürieren. Auch ein Stabmixer ist dafür geeignet, notfalls kann man die Bananen auch mit einer Gabel oder mit den Händen zermatschen, falls sie weich sind.
  2. Den Teig auf einem mit einer Folie oder Backpapier versehenem Einschub des Dörrgeräts kreisförmig verstreichen. Ganz nach Belieben könnt ihr mehr oder weniger kleine oder große Crepes formen. Sie sollten. ca. 3-5 mm dick sein.
  3. Bei 42°C ca. 8-12 Stunden, je nach Größe und Dicke, trocknen. Ich mache das gern über Nacht. Eventuell kann man die Crepes auch nach 6 Stunden von der Folie lösen, diese entfernen und auf dem Gitter weiterdörren, dann geht es schneller. Wer kein Dörrgerät, dafür aber einen Backofen besitzt, kann auch damit bei niedrigster Temperatur dörren. Dabei muss aber die Tür einen spaltbreit offen bleiben, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann.

Crepes + Joghurt + Früchte

Zutaten:
  • Bananencrepes
  • Kokosjoghurt
  • Früchte, z.B. Waldbeeren, Orangen, Äpfel, Mangos...
  • evtl. Wildkräuter
  • Toppings: Chiasamen, Maulbeeren, Gojibeeren, Kakaonibs...
  1. Bananencrepe mit Joghurt bestreichen, Toppings darauf verteilen und das Crepe zusammenrollen.
  2. Guten Appetit!

Meine Crepes sind übrigens rechteckig, weil ich sie in dieser Form getrocket habe. Rund ist aber schöner. ;)

Sonntag, 22. Februar 2015

Kokos-Kefir

Was man teuer kaufen kann, mache ich lieber selber: Es ist so leicht, Kokosfleisch in frischen, prickelnd-säuerlichen Kefir zu verwandeln. Dazu braucht ihr nur Kefirkulturen, ein Einmachglas und etwas Geduld.

In einem Asialaden habe ich zufällig junge Kokosnüsse für 1,35 € entdeckt. Da musste ich natürlich zugreifen! Sie eignen sich perfekt für Yoghurt und Kefir. Stattdessen kann man aber auch reife Kokosnüsse, Kokosmilch, Kokosraspel oder Kokosmus verwenden.

Kefir stammt aus dem Kaukasus und ist eigentlich ein cremiges Getränk aus gesäuerter Milch. Milchsäurebakterien wie z.B. Lactococcus lactis tragen zu einer gesunden Darmflora bei. In den Herkunftsgebieten Kaukasus und Tibet wird er sogar "Getränk der Hundertjährigen" genannt!

Zwar bin ich generell dagegen, irgendein Nahrungsmittel als Superfood schlechthin zu bezeichnen und finde, ein Allheilmittel gibt es nicht, aber ein prickelnder, säuerlicher Kefir aus leckerer Kokosnuss (zugegeben, ich bin süchtig nach Kokos ;) ) hat schon was.
Oft esse ich abends eine Schale davon, bestreut mit Acaipulver. Übrigens mag ich Kefir am liebsten nicht flüssig, sondern eher cremig. Man kann ja die Konsistenz durch die Zugabe von mehr oder weniger Wasser bestimmen.

Zutaten für ca. 500 ml

  • 1 junge Kokosnuss (nicht die harten mit der braunen Schale!) oder 500 ml Kokosmilch, gekauft oder selbstgemacht
  • 1/2 Tüte Kefirkulturen (ich verwende die von MyYo)
Zubereitung:
  1. Kokosnuss öffnen. Das ist etwas aufwändig, schaut euch am besten auf Youtube ein Video dazu an!
  2. Kokoswasser in den Mixer gießen, junges, geleeartiges Kokosfleisch mit einem Löffel abkratzen und auch in den Mixer geben. Alles mixen, bis keine Stückchen mehr da sind und die Konsistenz flüssig bis cremig ist. Nach Bedarf noch etwas Wasser dazugeben.
  3. Kefirkulturen unterrühren, Mischung in ein Einmachglas füllen. Achtung - Behälter bis max. 2/3 füllen! Während der Fermentation bildet sich co2 und könnte im schlimmsten Fall das Glas sprengen.
  4. Kefir für 24 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Aus 50 g fertigem Kefir kann man eine neue Portion ansetzen, das sollte man aber in den ersten drei Tagen machen, damit die Bakterien noch frisch sind. Bis zu 10 Mal lassen sie sich überimpfen, so spart man teure Kefirkulturen.